Excelsa aus Uganda: Kann eine vergessene Kaffeeart die Zukunft des Kaffees mitgestalten?

1. Oktober 2026

Während Arabica und Robusta den globalen Kaffeemarkt dominieren, wächst das Interesse an einer Kaffeeart, die lange im Schatten stand: Excelsa. Angebaut wird sie seit Generationen in Teilen Ugandas und auch in anderen Ländern wie dem Südsudan. Doch erst jetzt rückt sie stärker in den Fokus von Forschung, Produzent:innen und Röstereien.

Gemeinsam mit unserem Partner HyCoffee beschäftigen wir uns intensiv mit dem Potenzial von Excelsa und möchten dieser außergewöhnlichen Kaffeeart mehr Aufmerksamkeit in der Kaffee-Welt verschaffen.

Eine Kaffeeart mit Geschichte

In der Region Luweero, in Zentraluganda gehört Excelsa seit vielen Jahren zum landwirtschaftlichen Alltag. Die Bäume wachsen dort unter Bedingungen, die für viele auch dort angebaute Robusta-Pflanzen zunehmend herausfordernd werden: hohe Temperaturen, längere Trockenperioden und ein sich wandelndes Klima.

Ein hoher Excelsa Baum in der Luweero Region

Während die meisten Kaffeeliebhaber:innen nur Arabica und Robusta kennen, ist Excelsa tatsächlich eine eigenständige Kaffeeart und eine von über 130 weltweit bekannten Kaffeearten.

Was sie besonders macht: Excelsa kann unter natürlichen Bedingungen eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen und wächst damit deutlich höher als die meisten Arabica- oder Robusta-Pflanzen. Excelsa zeigt eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und bestimmten Krankheiten.

Dadurch gewinnt sie zunehmend an Bedeutung in Regionen, die bereits heute stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.

Vor Ort mit HyCoffee

Das von Sophie und Charlotte gegründete Rohkaffeeunternehmen HyCoffee arbeitet direkt mit Produzent:innen in Uganda zusammen. Mit Standorten in Kampala und Berlin verbindet das Team wissenschaftliche Forschung mit praktischer Kaffeeentwicklung.

Sophie von Loeben, Gründerin von HyCoffee in der Luweero Region

Gemeinsam werden nachhaltige Lieferketten aufgebaut und Anbausysteme gefördert, die langfristig stabilere Erträge ermöglichen. Dazu gehören Agroforstsysteme und regenerative Landwirtschaft, die Biodiversität fördern und Böden widerstandsfähiger machen. In Luweero investiert HyCoffee aktuell in eine Processing Station, um die Qualität von Excelsa gezielt zu erhöhen.

Für viele Produzent:innen in Uganda bietet Excelsa mehr als nur eine zusätzliche Kaffeeart. In Kombination mit Robusta können die unterschiedlichen Blüh- und Erntezyklen zu einer besseren Verteilung der Einnahmen über das Jahr beitragen. Das schafft finanzielle Flexibilität in wichtigen Phasen, etwa wenn Schulgebühren bezahlt werden müssen. Gleichzeitig reduziert die Diversifizierung das Risiko: Wenn Wetterextreme oder Krankheiten eine Kultur stärker beeinträchtigen, kann eine andere weiterhin Erträge sichern.

Wie schmeckt Excelsa?

Mindestens genauso spannend wie ihre agronomischen Eigenschaften ist ihr Tassenprofil.

Excelsa besitzt eine ausgeprägte Süße, die häufig an Ahornsirup erinnert. Je nach Aufbereitung und Herkunft zeigen sich außerdem fruchtige Nuancen von Blutorange, sowie schokoladige Noten.

Das Ergebnis ist ein Profil, das vertraut wirkt und gleichzeitig neue geschmackliche Perspektiven eröffnet.

Kaffeepackung PASSENGER BLEND 1000 g

Nach gemeinsamen Cuppings war für uns klar: Excelsa verdient einen Platz in der Tasse. Deshalb haben wir bei PASSENGER eine erste Espressomischung entwickelt, die zu 33 % aus Excelsa-Kaffee von HyCoffee besteht. Wir haben die Gelegenheit genutzt, sie auf einigen Festivals und Veranstaltungen zu testen. Doch das ist erst der Anfang. Wir möchten weiter mit Excelsa experimentieren und ihr Potenzial entdecken.

Warum sehen Forschende großes Potenzial?

Die Kaffeewirtschaft steht weltweit vor großen Herausforderungen. Steigende Temperaturen, Wetterextreme und neue Krankheitserreger setzen vielen Anbaugebieten zu.

Deshalb beschäftigen sich Forschende zunehmend mit alternativen Kaffeearten und widerstandsfähigeren Sorten. Excelsa gilt dabei als einer von mehreren vielversprechenden Bausteinen für die Zukunft.

Trotzdem steht die Art noch am Anfang ihrer Entwicklung im Spezialitätenmarkt. Qualitätsstandards müssen entwickelt, Wissen ausgebaut und neue Absatzmärkte geschaffen werden.

Keine Wunderlösung, aber ein wichtiger Baustein

Excelsa allein wird die Herausforderungen des Kaffeesektors nicht lösen.

Doch die Kaffeeart zeigt, wie vielfältig die Zukunft des Kaffees aussehen könnte. Gemeinsam mit klimaresilienten Sorten, nachhaltigen Anbausystemen und enger Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette kann sie dazu beitragen, Kaffeeanbau langfristig widerstandsfähiger zu gestalten.

Für uns bei PASSENGER sind solche Projekte besonders spannend: Sie verbinden außergewöhnliche Tassenprofile mit innovativen Ansätzen für die Zukunft des Kaffees.

Originaltext von HyCoffee.

Reihe von Kaffeepackungen im Regal

Abonnements sind ab der zweiten Lieferung versandkostenfrei

Neuigkeiten von der Liefer­front: Der Weg des Kaffees – von der Bohne bis in deine Tasse – ist ein echtes Liebesabenteuer.

Espresso läuft aus dem Siebträger in ein Glas

Konzentrierter Sonnenschein

Das Koffein ist eine psychoaktive Substanz, die sich in der richtigen Dosierung anregend auf den Wahrnehmungsapparat des Konsumierenden auswirken kann.

Hand stellt eine Packung PASSENGER BLEND in eine Geschenktüte mit rotem Stern

PASSENGER coffee Abonnement

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Timor-Leste Laclo Natural

Timor-Leste Laclo Natural - ein wild­wüch­siger Gourmet Ausweg.

Zwei Tassen Kaffee auf einem Tisch mit Regenbogenstreifen

Queer Aid Uganda x passenger coffee

Wir freuen uns, dass wir unsere Spende an den Nothilfefonds für die LGBTIQ+ Community in Uganda abschließen konnten. Super, dass ihr unseren Uganda Filterkaffee getrunken und damit geholfen habt, 742€ zu sammeln.

Morning again, Mexico, here we go!

Dieser mexikanische Kaffee stammt aus der im Bundesstaat Oaxaca gelegenen pazifik­nahen Region Sierra Sur und wird von uns über die soziale Handelsorganisation RAW Material von der Kooperative Union San Pedro bezogen. Die Kooperative vertritt etwa 200 Kleinbauern aus der Region um San Pedro de Alto und ist ein beeindruckendes, mustergültiges Unterfangen für eine Initiative, die aus einem kollektivistischen, indigenen Netzwerk entstanden ist.

Was ist PASSENGER’s blend2?

blend2 ist keinesfalls eine 2te Wahl, sondern für viele passengers sogar das Nonplusultra. Blend2 ist schlicht und einfach die 2te Espressomischung, die wir kreiert haben. Eine Hommage an unsere Wurzeln in der neuseeländischen Kaffeekultur.

Hier also die erste Runde Burundi!

Dieser lebhafte Kaffee ist ein Ableger der RAWS-Mischung von passenger und stammt aus der IZUBA-Waschstation im nördlichen Teil Burundis. In der Waschstation/Nassmühle werden die Kaffees der Region gesammelt und die Kirschen zu gewaschenen oder natürlichen Kaffees verarbeitet.